In Arbeit: Haffdeich, Schöpfwerk




Hauptstrand

  • Mittwoch, 16. März 2016 10:24 Uhr
  • Von Die Redaktion
Ansicht Hauptstrand

Der südliche Deichabschnitt (Hauptstrand) liegt durch seine exponierte Lage bei westlichen Stürmen unter vollem Wellenangriff. Aus diesem Grund wird hier die Verstärkung des Deiches mit Ausbaureserve durchgeführt. Zur Herstellung des Landesschutzdeichs im "Klimadeichprofil" ist eine Verschiebung der Deichkronenlinie gen See erforderlich. Die Abweichung beträgt aufgrund der leicht gestreckten Linienführung gemäß EAK 2002 bis zu 12,00 m in Richtung See.

Die Deichkrone wird mit einer Höhe von +7,80 m NHN in einer Breite von 5,00 m und einen Stich von 15 cm (+7,95 m NHN) hergestellt. Die obere Außendeichböschung fällt anschließend mit 1:10 bis zur Höhe von +3,83 m NHN ab. Hier schließt die 5,00 m breite Überschlagsicherung an, die mit einem Gefälle von 1:15 auf das Niveau von +3,50 m NHN geführt wird. Danach bindet der durch ein Deckwerk befestigter Deichfuß über eine kleine Übergangsberme mit einer Neigung von 1:7 (endet auf +2,90 m NHN) und anschließend mit einer Neigung von 1:3 mindestens einen Meter in das Watt ein und schließt mit einer Pfahlreihe als Widerlager ab. Der Außendeichfuß rückt bis zu 30 m in Richtung Watt.

Die Deichinnenböschung fällt mit einer Neigung von 1:3 von der Deichkrone bis zu der am Fußpunkt vorgesehenen Entwässerungsrigole ab. Die freiwerdenden Binnenbermen werden begrünt und erhalten ein Mindestgefälle von 1% in Richtung Deichfußentwässerung. Auf der 5,00 m breiten Deichkrone wird ein 2,50 m breiter Deichkronenweg angelegt, welcher der Deichunterhaltung dient. Auf Wunsch der Gemeinde wird am landseitigen Rand des Deichkronenweges in Abständen von ca. 50 m Beleuchtung sowie Bänke und Abfallbehälter aufgestellt.

Überschlagsicherung wird aus Verkalitt-Pflaster hergestellt. Sie erhält eine Verbreiterung zwischen Bau-km 0+680 und 1+020 um 3,00 m zum Aufstellen der Badebuden. —  Quelle

Im nördlichen Bereich dieses Abschnittes, ca. bei Bau-km 0+500 erfolgt der Anschluss des Deichkronenweges über eine Deichrampe aus Asphalt mit 6 % Gefälle an die Überschlagsicherung. Somit wird der Unterhaltungsbetrieb auch bei höheren Wasserständen über den gesamten Deichabschnitt ermöglicht.

An der Überschlagsicherung werden in bestimmten Stellen Bänke aufgestellt. Bei Bau-km 0+575 entsteht eine 12,0 x 15,0 m große Veranstaltungsfläche, die an die Überschlagsicherung anschließt. Bei Bau-km 0+660 wird eine ca. 20,0 m breite und mit 1:16 geneigter Zugang zum Watt für schwimmfähige Mehrzweckfahrzeuge mit Kettenlaufwerk (Hägglund, Amphibienfahrzeuge) des LKN-SH, Zweckmäßigerweise im Bereich des bisher bestehenden Wattzuganges hergestellt. Er ersetzt den bereits heute vorhandenen Zugang und wird voraussichtlich mit einer befahrbaren Asphaltschicht befestigt.

Gegenüber dem Wattzugang entsteht außerdem eine 20,0 x 7,0 m große Aufstellfläche, die an die Überschlagsicherung anschließt und notfalls ebenfalls als Stellfläche für die Gefahrenabwehr genutzt werden kann. Auf dieser Fläche wird einen Sandkasten im Sommer aufgestellt, sowie Infoständer von der Gemeinde und des Landesbetriebs für Küstenschutz und einem Strandcontainer.

An vier Stellen werden Betonfertigteiltreppen in das Deckwerk als Zugang zum Watt integriert. Die Treppen sollen dem Badegast eine sichere Zugangsmöglichkeit zum Wasser bzw. zum Watt ermöglichen. Weiterhin dienen die 3,50 m breiten Treppen als Sitzmöglichkeit für die Strandbesucher. An den Deckwerkstreppen sowie am nördlichen Rand des flachen Wattzugangs, werden am oberen Ende des Deckwerks Duschen aufgestellt.

Im Bereich des rückzubauenden Schöpfwerksgebäudes wird als Ersatz für die wegfallende Treppe eine barrierefreie Rampe mit einem maximalen Gefälle von 6 % auf die Innen- und Außenböschung des Deichkörpers vorgesehen und an den Deichkronenweg sowie innen an der Straße „Am Badedeich“ und außen an die Veranstaltungsfläche nahe der Überschlagsicherung angeschlossen. Durch diese wird eine Besucherlenkung vom Parkplatz auf und über den LSD auf befestigten Wegen gewährleistet und Schäden an der Grasnarbe durch Austritte infolge von touristischer Nutzung vermieden.

Die barrierefreie Rampe trägt dem Gesamtkonzept der Gemeinde Rechnung, einen Badebetrieb für Menschen mit körperlichen Einschränkungen anzubieten.—  Quelle

Daher bindet die barrierefreie Rampe an den bestehenden Parkplatz an, um weite Wege zu vermeiden. Standortalternativen stehen, insbesondere im Hinblick auf eine Nutzung von Spezialfahrzeuge zur Behindertenbeförderung, nicht zur Verfügung. Der Aufbau der Rampe inkl. Anschlüsse im Bereich der Deichinnenböschung erfolgt wie der Deichkronenweg mit Betonpflastersteinen.

Der Deichverteidigungsweg in diesem Abschnitt beginnt am Wendehammer am südlichen Ende der Straße „Am Badedeich“ und verläuft am Deichfuß in Richtung Osten zum Anschluss an den Bestand bei ca. Bau-km 1+100. Von dem Deichverteidigungsweg führt ab Bau-km 0+980 eine Deichrampe zur Deichkrone (Anschlusspunkt ca. Bau-km 1+030) und außendeichs zur Überschlagssicherung (Anschlusspunkt ca. Bau-km 1+110). Bei Bau-km 1+100 schließt eine Deckwerksrampe an die Überschlagsicherung an und führt mit einer Neigung von 1:10 ins Watt.

Am gesamten Innendeichfuß erfolgt eine Einfriedung des Deiches durch einen Zaun.—  Quelle

An der Deichrampe bei ca. Bau-km 0+950 ist binnendeichs zusätzlich eine Hecktoranlage mit Pforte vorgesehen. Die vorhandenen, teilweise privat erstellten Deichtreppen werden entfernt.

Die auf der jetzigen Deichkrone liegende Außenterrasse des gastronomischen Betriebs (Strandhotel) liegt nach Fertigstellung der Baumaßnahme unterhalb der neuen, in Richtung See verschobenen Deichachse. Der Höhenversatz wird durch eine Winkelstützwand, die an der Außenkante der Terrasse gesetzt wird, ausgeglichen. Die Fläche zwischen der Winkelstützwand und dem Deichkronenweg wird befestigt. Die Terrasse wird über eine barrierefreie Rampe von dem Deichkronenweg her erschlossen.

Zwischen Bau-km 0+890 und Bau-km 0+910 befinden sich zwei Buhnen, die ursprünglich die Strömung vom exponiert liegenden Deichfuß fernhalten sollten. Auf die ins Watt verlaufende Westbuhne bei Bau-km 0+890 mit einer Länge von 265 m kann aus heutiger Sicht vollständig verzichtet werden. Diese wird entsprechend komplett zurückgebaut. Die Südwestbuhne bei Bau-km 0+910 hat eine Länge von 317 m und soll zur Sicherung des exponiert liegenden Deichfußes in reduzierter Länge erhalten bleiben, und wird entsprechend Ertüchtigt.

Für die Zeit der gesamten Erdbaumaßnahmen wird der öffentliche Verkehr im Baustellenbereich unterbunden. Der Baustellenverkehr wird innendeichs über die Straße „Am Badedeich“, bzw. über den Deichverteidigungsweg und außendeichs über die Überschlagsicherung abgewickelt. Der Anliegerverkehr auf der Straße „Am Badedeich“ wird aufrecht erhalten.

 

Hier befindet sich der Bauabschnitt

Maßnahmen 2017

  • Rückbauarbeiten
  • Erdbaumaßnahmen - Deicherhöhung unter Berücksichtigung der Setzungsmengen
  • Herstellung des Auflastkörpers für den Wattzugang
  • Herstellung des Deckwerks ink. Deckwerkstreppen
  • Rückbau des Schöpfwerks inkl. Ein- und Auslaufbauwerke
  • Ersatzneubau der Stöpe (ca. 10 Wochen Sperrzeit für Bahnverkehr, Straßenverkehr über einen Bypass)

Maßnahmen 2018

  • Fertigstellung der Deichbauarbeiten
  • Herstellung der Wegen und Rampen
  • Fertigstellung des Wattzugangs
  • Installation der Ausstattungsgegenstände wie z. B. Beleuchtung, Bänke, Infoschilder, usw. (Touristische Infrastrukturelemente)

Weitere Bauabschnitte